876294732-blankenese-flussinsel-elbe-norddeutschlandAls mächtiger und langer Strom beherbergt die Elbe neben einer reichen Pflanzenwelt natürlich auch jede Menge imposante Vertreter der Fauna. Die ganz unterschiedlichen Tierarten bevölkern den Fluss, die Auen und das umliegende Gebiet wie beispielsweise im Norden das Wattenmeer. Davon profitiert zum einen der Fischfang und überhaupt die wirtschaftliche Nutzung der Elbe, zum andern können entlang der Elbe aber auch Hobby Ornithologen oder sonstig an der Tierwelt interessierte Besucher auf ihre Kosten kommen.

Was im Wasser schwimmt und rudert

Eines der wichtigsten Säugetiere ist der Fischotter und auch der Bieber mit seinen Bauten im Wasser zählt entlang der Elbe zu den häufigsten Vertretern. Das Ursprungsgebiet des Bibers etwa liegt im Bereich der Mittelelbe, im Auwald bei Dessau und zahlreiche Maßnahmen zur Regenerierung des Lebensraumes haben große Erfolge zu verzeichnen. Biber breiten sich schon seit vielen Jahren wieder aus und erst vor einem knappen Jahrzehnt wurden allein in einem Bereich der niedersächsischen Elbe mehr als 300 Tiere gezählt! Das Auftreten von Fischotter und Biber ist natürlich zugleich ein Verweis auf ein lebendiges Gewässer und die Elbe ist Heimat für Fisch, Frosch, Unke und was sonst noch im Schlamm lebt oder durch das Wasser treibt.

Mit etwa zwölf nachgewiesenen Lurchen, darunter vor allem der Moorfrosch und die Rotbauchunke, zeigt sich allerlei Kriechgetier. Besonders die Unke, die rund um die Deiche lebt, ist bemerkenswert weil sonst in Deutschland zu den bedrohten Arten gerechnet! Dazu kommen noch so manche Krabbenart und selbstverständlich Fische wie die Flussbarbe und auch der Lachs, wobei dessen Populationen vor allem durch die Nutzung der Elbe als Wasserstraße stark beeinträchtigt sind.

Die Vogelwelt der Elbe

Und auch in der Luft lässt sich entlang des Stromes einiges an Fauna beobachten: Die erwähnten 71-88201713--august-2015--v--31-08-2015-16-18-32-005-Fischarten, Lurche und so mancher Kleinsäuger sind für Raubvögel ungemein interessant und hier sind vor allem der Seeadler und die schwarzen Störche als wichtige Vertreter zu nennen. Immer wieder wird die Elbe auch von Zugvögeln intensiv besucht, hier finden sich vor allem Schwäne und Gänse, die aus Skandinavien oder Russland kommen. Störche, gleich ob schwarz oder weiß, sind darüber hinaus gerade symbolisch für den Strom, sie finden sich in den Elbdörfern  und brüten auf den Dächern immer in Sichtweite des Flusses ihren Nachwuchs aus. Und nicht zuletzt finden sich immer wieder Kraniche, vor allem in den Auen, was für Hobbyforscher eine ideale Möglichkeit zum Beobachten dieser Vögel darstellt. Allerdings gibt es unterschiedliche Gebiete und so tauchen die Adler vor allem in Tschechien und die Störche weiter im Norden entlang der Elbe auf, was manche Besucher sogar für eine Flussreise nebst Vogelbeobachtung nutzen.