csm_800-Ostteil-der-Deichrueckverlegung-bei-Obselau-c-Oliver-Uhlmann_7102f85ae2Lange Jahre im 20. Jahrhundert war die Elbe ungemein belastet, mit Schwermetallen, Abfällen und vielem mehr und die Fischwelt des Stroms war wenig ausgeprägt. Erst nach der Wende und in den 1990er Jahren begannen zahlreiche Schutz- und Rekultivierungsmaßnahmen, was zu einer Erholung der Bestände beim Fisch führte, doch natürlich lassen sich die heutigen Populationen nicht mit jenen vergangener Zeiten vergleichen. Der Lachs beispielsweise kam einst sehr häufig vor, doch vor allem die zunehmend errichteten Staustufen machten es diesem Tier enorm schwer. Und auch heute noch waren Mediziner und Forscher, dass beim Verzehr von Elbfisch durchaus Belastungen durch Schadstoffe vorhanden sein können und es braucht seine Zeit, bis sich auf dem Strom wirklich wieder ernsthafte Fischerei entwickeln kann.

Transportweg und fischreiches Gewässer

Größtes Problem für die Fische sind die Staustufen, die jede Wanderung verhindern. Aus diesem Grund werden zunehmend Umgehungsareale gebaut und seit knapp 6 Jahren gibt es in Geesthacht eine sehr flach gestaltete Aufstiegsanlage für Fische und das führt zu deutlich verbesserten Lebensbedingungen etwa für den Stint. Auch der Stör profitiert und das Gewässer gilt heute schon wieder mit bis jetzt 112 erfassten Arten als durchaus fischreich. Süßwasserfische, marine Vertreter und Wechseltiere, die also zwischen Salzwasser und den Süßwasserbereichen wandern, gibt es immer mehr und das ist eine beeindruckende Palette. Vom Hecht und Aal über den Karpfen, die Schleie, Barben und Gründlingen geht es hin bis zum Döbel oder dem Schnäpel in der Nordsee.

Von der eingangs erwähnten Belastung mit Schwermetallen sind in erster Linie ältere Tiere betroffen, die zudem nahe am Grund der Elbe ihren Lebensraum haben. Zweifellos stellen die unzähligen Staustufen in Tschechien weiterhin eine hohe Hürde für Fische dar und so entwickelt sich die Unterwasserfauna vor allem im deutschen Abschnitt des Stroms.

Probleme der Rekultivierung: Das Beispiel Lachs

Einst überaus häufig vertreten und gern gefischt ist der Lachs ein Paradebeispiel für die Rückwirkung

Tal der Elbe, Elbtalaue, Flusslauf, Uferbefestigungen, Gehölze, Blick vom Aussichtsturm, Höhbeck (Wendland), Deutschland

Tal der Elbe, Elbtalaue, Flusslauf, Uferbefestigungen, Gehölze, Blick vom Aussichtsturm, Höhbeck (Wendland), Deutschland

von Verschmutzung und späterer Rekultivierung. Die einstige intensive Fischerei der Lachse kam vor gut 100 Jahren zum Ende und erst nach der Wende und Wiedervereinigung kommt es beständig zu Versuchen, den Wanderfisch wieder anzusiedeln. Immerhin tauchen heute schon mehr als 1 Meter große Exemplare in der Elbe auf, was Hoffnung auf eine Erholung der Bestände macht. Probleme bereiten jedoch die Arbeiten am Unterlauf vor allem in Hamburg, wo durch Baumaßnahmen für den Hafen der Sauerstoffgehalt in der Elbe wieder abnimmt und das führt bei vielen Fischen zum Erstickungstod. Kommt es zu Überschwemmungen oder umgekehrt zu einem niedrigen Wasserstand, dann werden oft für den Fluss und seine Tierwelt problematische Stoffe von den umliegenden Feldern eingespült und das führt an manchen Stellen zu wenig hilfreichem Algenwuchs.