163066-3x2-originalSie entspringt in Tschechien und fließt bis hinein in das Watt der Nordsee: Als einer der größten Flüsse Deutschlands und dann auch Europas erstreckt sich die Elbe über eine Gesamtlänge von immerhin fast 1100 Kilometern und wird intensiv als Transportader oder Naherholungsgebiet vom Menschen genutzt. Je nach Lage hat der Fluss dem Lauf entsprechend unterschiedliche Bezeichnungen und die einzelnen Aspekte von Flora und Fauna der Elbe hängen dann auch von der jeweiligen Gegend ab. Ein Ausflug lohnt sich an so gut wie allen Stellen, wobei besondere Kulturräume allerdings bei der Errichtung auch von der einstigen Historie abhängen.

Von der Oberelbe bis nach Hamburg

Am Ursprung und der Quelle, als die man gemeinhin die Moldau beziehungsweise das Riesengebirge annimmt, ist die Elbe ein Strom zwischen imposanten Mittelgebirgen. Diese Oberelbe erstreckt sich durch Tschechien und der Ursprung ist gerade einmal wenige hunderte Meter von Polen entfernt! Gleich zu Beginn ist der Elbfall einen Ausflug wert und der spätere Einfluss der Moldau vereinigt imposante Naturräume. Seit den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts errichteten die Tschechen zahlreiche Staustufen und auch wenn die Elbe nicht den gleichen kulturellen Status für die Einwohner des kleinen Binnenlandes erreicht wie etwa die Moldau, so kann die Bedeutung des Stroms an seinem Oberlauf vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht nicht übersehen werden.

Die Oberelbe fließt in Deutschland über ein in Richtung Norden stetig abnehmendes Gefälle und schon ab dem Städtchen Torgau sprechen Experten vom Beginn der Mittelelbe. Zuvor durchquert der Strom solch beeindruckende Landschaften wie das Elbsandsteingebirge und der dortige Bogen umfasst Stätten wie die Bastei, die Festung Königsstein und später dann auch die sächsische Landeshauptstadt Dresden. Es folgt die Mittelelbe samt Elbtal rund um Magdeburg, die Havel fließt ein und wird schließlich zur Unterelbe, deren Endpunkt sich zum offenen Meer der Nordsee hin befindet.

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Das Watt und die Elbinseln

Als besonders interessant gilt der ausfransende Unterlauf der Elbe. Trotz Einfluss des Meeres bleibt die Elbe auch dort ein Süßwasserfluss und hier finden sich sogar einige sehr beliebte Badestrände. Die Außenelbe schließlich erstreckt sich hinein in das Wattenmeer, wobei hier Strömungsgeschwindigkeit, die Richtung der Elbe und ganz folgerichtig auch der Salzgehalt verändert sind. Mit etwa 20 Kilometer Wattfläche finden sich in diesem Bereich sogar Inseln, deren bekannteste die Eilande Neuwerk sowie Scharhörn sein mögen. Spätestens wird der Strom dann von einer Wasserstraße im Binnenland zu einer Seewasserstraße und die umliegende Nordsee prägt die Außenelbe mit ihren Besonderheiten.