Die Elbe: Flusslauf und Historie

Als einer der wichtigsten und größten Flüsse in Mitteleuropa ist die Elbe sowohl für die Tschechen wie auch in Deutschland Verkehrsader und Naherholungsgebiet. Mit einer Länge von beinahe 1100 Kilometern sind der Strom und sein Einzugsgebiet für alle durchflossenen Regionen zentral, schließlich bietet die Elbe neben einer reichen Pflanzenwelt auch die Möglichkeit zum Fischfang, zur Kreuzfahrt oder zum Transport von Gütern. Das hat sich nicht geändert und eine reiche Historie zeugt von der immensen Bedeutung des Flusses zu allen Zeiten.

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In der Antike ein wichtiges Grenzgewässer

Schon vor tausenden Jahren nutzten die Menschen den Elbefluss für alle denkbaren Angelegenheiten. Unter der Bezeichnung Albia war der Strom Grenze zum Römischen Reich oder zumindest dessen Vorposten und für die Germanen selbst blieb die Elbe vor allem im Norden das Hauptgewässer, das einfach nur als der Fluss bezeichnet wurde. Die Menschen fuhren stromauf – und abwärts, betrieben Fischfang und hatten natürlich auch damals schon mit gewaltigen Elbehochwassern zu tun. Als einer der größten Flüsse Europas reicht die Geschichte der Elbe weit zurück und viele Betätigungen in den Auen, im nördlichen Mündungsgebiet und in den Tiefebenen des heutigen Mitteldeutschlands sind seit dem Altertum im Kern immer die gleichen geblieben.

Von Tschechien bis zur Nordsee

Als gemeinhin einziger Strom, der das südliche Böhmen und heutige Tschechien entwässert, hat die Elbe ihren Ursprung und Quell eigentlich in der Moldau. Aus diesem Grund wird oft das Einzugsgebiet der Elbe vergrößert, wobei die Länge des Flusses in Tschechien gerade einmal rund 370 Kilometer beträgt. Nach der Grenze reicht das Gewässer bis hin zur Nordsee und hinein in das Wattenmeer und die Länge in Deutschland umfasst knapp 770 Kilometer. Allerdings ist hier die sogenannte Außenelbe mit einberechnet, das offene Meer also mit seinen Naturräumen und je nach Wasserstand kann sich das Einzugsgebiet selbstverständlich etwa bei Hochwasser enorm erweitern.

Elbe_Einzugsgebiet

Als Europawasserstraße wird die Elbe intensiv genutzt, sei es in den Flussauen oder eben als Verkehrsstrom und das führte vor allem in der jüngeren Vergangenheit zu einer massiven Verschmutzung. Das hat sich ein wenig verbessert, es gibt heute Schutzbereiche und Biotope vor allem in den mittleren Abschnitten und wer eine Kreuzfahrt auf der Elbe unternimmt, kann die ganz unterschiedlichen Natur- und Kulturräume auf enger Abfolge hin erleben. Wichtige Stationen und Städte sind in erster Linie das sächsische Dresden, Magdeburg in Sachsen Anhalt  und natürlich Hamburg und Cuxhaven im äußersten Norden, wobei diese Metropolen bei Hochwasser entsprechend heftig betroffen waren und auch in Zukunft sein werden.